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Glaubenssterben

Man soll aussteigen wenn es am schönsten ist.

Erstmal etwas erreichen im Leben.

Mein Lebensziel ist es Zufriedenheit zu erreichen.

Habe ich nicht mehr erreicht als ich es vorhatte?

Ich möchte aus einem guten Gefühl heraus sterben.

Bewusst möchte ich den Tod erleben.

Ob ich damit jemandem weh tu darf mich nicht interessieren.

Was mich hält frage ich mich.

Schade ich meiner Freundin nicht eher als das ich für sie da bin.

Was ist eine Beziehung wert wenn ich keine Nähe geben kann.

Keinen Halt. Keine Zuneigung. Keine Verlässlichkeit.

Heut ist ein guter Tag zum Sterben.

Oder um die Haut zu zerschneiden.

Aber halt, nein. Ich  bin ja erwachsen und muss korrekt handeln.

Warum kann ich nicht einfach todkrank sein und das Leben wertschätzen lernen.

Es ist anstrengend zu leben und kompromissbereit zu sein.

Das Lächeln fällt mir schwer.

Auf Spaß und soziale Kontakte habe ich wenig Lust.

Werde ich jedes Jahr depressiv wenn es dunkler wird draußen?

Treibt mich meine Glaubensfrage doch noch ins Grab?

Liebt Gott mich auch wenn ich mit einer Frau zusammen lebe?

Darf ich Sex haben oder verliere ich die Hoffnung auf den Himmel daruch?

Bin ich schneller bei Gott wenn ich früher sterbe?

Muss ich mich zwischen Gott und meiner Freundin unterscheiden?

Oder werde ich beide verlieren.

Ich bin jetzt 25 Jahre alt, habe seit fast frei Jahren eine Beziehung. Ich habe keine Katze, eine schöne Wohnung, wenige aber gute soziale Kontakte. Ich habe Ziele und schon etwas erreicht.  Ich plane sogar für mehr asl drei Jahre in die Zukunft mit der Idee meines Studiums. Nur hindert mich meine Todessehnsucht daran klar im Kopf zu sein.

Sollte ich hier im Leben alles aufgeben um näher bei Gott zu sein?

Oder schaffe ich es zu Lebzeiten noch Gott zu spüren, mit ihm als Vater zu leben und ihn wirken zu lassen?

Wann bekomme ich die nächste Psychose?

Wann überrumpelt mich der Wunsch doch zu Verhungern?

Oder werde ich gesund sein und an meiner Glaubensfrage ersticken, weil lich Gottes Reden nicht höre?

Ich habe Angst Verrückt zu werden wenn ich mir erlaube Gott zu hören, sein Reden wahrzunehmen auf welcher Art auch immer.

Wieder in die Psychiatrie möche ich nicht.

Und auch nicht nackt predigend in der Innenstadt aufgegriffen werden.

Zu gerne würde ich meine Freundin warm lieben können, ihr nah sein können und dennoch Vertrauen darauf zu haben, dass Gott mich liebt.

Ich traue mich nicht zu lieben, weil ich Angst habe alles zu verlieren was mir wichtig ist. Meine Freundin, meine Gemeinde und Gott.

18.10.10 20:39
 


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