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 Im Folgenden meine Persönliche Sicht auf die Symptome und Beispiele aus meinem Leben und meinem Umfeld. Was hilft damit umzugehen verdient ein extra Kapitel.

Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Es ist schwierig einem relativ gesunden Menschen zu erklären,dass für einen Menschen mit einer Borderline Störung die Beziehung bedroht ist, sobald der Partner das Blickfeld verlässt. Aus den Augen - aus dem Sinn.

Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen Alles, auch Menschen werden in gut und böse aufgeteilt. Es ist für Menschen mit einer Borderlien Störung schwer zu begreifen, dass jemand nett sein kann, obwohl er einem doch eben kritisiert hat. Auch kann deine Mutter ein Mensch sein der dir sehr weh getan hat und dennoch hat sie vermutlich auch positive Charakterzüge. "ich möchte nie wwieder was mit dir zu tun haben" ist ein typischer Satz für einen Borderliner der gerade enttäuscht wurde. Ihm wird der Boden unter den Füßen weggezogen und er ist verwirrtt, vielleicht wütend und verletzt. Nie wieder soziale Kontakte denkt er vielleicht. Aber spätestens in zwei Wochen kommt er angekrochen, weil er es mit sich selbst alleine nicht aushalten kann und dich eigentlich ja doch gut findet.

Identitätsstörung Wer bin ich, wa stelle ich da, was macht mich aus, was ist wertvoll an mir, was sind deine und was meine Gefühle, wer liebt mich, was will ich tun, wo werde ich landen, wen darf ich lieben, was kann ich eigentlich, wer bestimmt mein Leben, was will ich eigentlich?

Impulsivität Geld ausgeben aus einem spontanen Impuls machen viele aber nicht alle täglich und nicht alle kaufen Dinge, die sich gar nicht brauchen. Erst Kaufrausch, dann Scham und Unwohlsein und es wird peinlich, wenn Rechnungen nicht bezahlt werden können, weil der Kontostand in den roten Zahlen liegt.

Sex kann etwas schönes, vertrautes sein, dass Freunde bereitet. Viele Menschen mit Borderline nutzen Sex aber aus ganz anderen Zwecken die mit dem Anfangsgedanken rein gar nichts zu tun haben. Sex wird als Mittel benutzt um nicht alleine zu sein, um zu gefallen, um Schmerzen zu spüren, um erniedrigt zu werden, um sich abzulenken, um sich zu bestrafen, um jemanden damit eifersüchtig zu machen... Gefühle haben damit nichts zu tun, jedenfalls kaum die eigenen. Sex ist Mitteln zum Zweck und mit wem beinahe Nebensache. 

Substanzen werden konsumiert um das Leben zu vergessen oder Gefühle nicht erleben zu müssen. Das kommt relativ häfig bei Menschen mit Borderline vor und oft verdeckt der Substanzmissbrauch die dahinterliegenden Probleme. Ungefährlich ist es auch nicht. Vorallem nicht für ohnehin labile Menschen die latent suizidal sind und zu Extremen neigen.

Alltagsverhalten bei Borderlinern ist auch oft von extremen Verhalten geprägt. Ich nehme an kaum ein gesunder Mensch fährt so rücksichtslos und schnell Auto oder Fahrrad wie ein Borderline gestörter. Ob das an der Unfähigkeit Konsequenzen einzuschätzen liegt oder an dem niedrigen selbstwert - keine Ahnung. Man lebt gefährlich und provoziert regelrecht Unfälle und Verletzungen oder gar körperliche Auseinandersetzungen mit anderen.

Essen ist ein leidliches Thema für viele Menschen. Borderline gestörte nutzen das Essen für ihre Zwecke. Die Bulimie um auszudrücken, dass sie etwas zum kotzen finden und damit anders nicht klar kommen. Die Magersucht um sich einzureden wenigstens in diesem Bereich Kontrolle (über ihren Körper) zu haben. Beide krankheiten sind gefährlich und auf lange Sicht nicht effektiv wenn es darum geht im Leben zurecht zu kommen.

Internetsucht ist meiner Meinung nach auch nicht zu unterschätzen. Es leben mittlerweile iele Menschen mit Borderline nur noch in "ihren" Foren. Haben da soziale Kontakte, kümmern sich um die anderen, werden von der Stimmung da getragen oder fallen tief.  Die Forenmenschen werden über alle anderen Kontakte gestellt, die Wohnung kaum mehr verlassen, in jeder freien Minute mit denen geschrieben. Wenn das internet mal nicht geht droht eine Krise und Entzuugserscheinungen.

Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen "wenn du dich nicht meldest, bringe ich mich um", "wenn du mich verlässt tue ich mir was an", "es wäre doch schön morgen nicht mehr aufzuwachen, dannn hätten alle keine Probleme mehr" 

Autoaggression Das Wort Ritzen finde ich persönlich furchtbar. Das wirkt so unbedeutend und macht den Schmerz, die Verzweiflung, den  Hass und die Leere nicht deutlich der in jemanden steckt, der dies tut. Schneiden, Brennen Schlagen, Verätzen, Amputieren sind nur einige Formen die mir spontan einfallen. Ebenso gehört aber auch dazu das man sich und alles was man denkt, tut abwertet. Sich selbst kann man doch am leichtesten an einem wunden Punkt treffen.

Affektive Instabilität Himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt trifft es am ehesten. Das Wort Stimmungsschwankungen klingt zu harmlos für das ständige auf und ab das einem selbst und seinem Umfeld das leben zur Qual macht. Die Stimmung wechselt schlagartig und erschwert den Alltag enorm. Man selbst versteht nicht warum die Stimmung kippt. Eben noch war man allerbester Laune, konnte die Welt umarmen und hat seine Zukunft geplant und plötzlich scheint alles sinnlos. Die Welt geht unter, man kann nicht versprechen das man bis zum Abend überlebt und fühlt sich todkrank und ohnmächtig.

Chronische Gefühle von Leere oder Langeweile Stundenlang auf dem Bett liegen und Löcher in die Luft starren. Man findet keinen Anfang, keine Motivation obwohl man so viel tun müsste. Nichts scheint wichtig, nichts richtig. Oft fehlt es einfach an der entscheidung was wichtig ist und was nicht. Der Körper ist ein lebloses Stück Treibholz und zu nichts zu gebrauchen."Ich habe mir die Arme aufgeschnitten um zu sehen ob in mir irgendetwas lebendiges ist". Alles ist sinnlos, Gefühle kommen weder raus noch rein. "Ist das Leben oder Tod?"

Unkontrollierbare Wut die unerwartet auftaucht und jede schöne Situation zerstört. Wut auf dich selbst, auf die Menschen um dich herum, auf die Vergangenheit, auf die Arbeitskollegen, auf Gott, auf deine Eltern, .... Die Wut zu kontrollieren, dem Ärger an der richtigen stelle Luft zu machen und ihn angemessen zu äußern - daran scheitern viele Borderliner. Nicht selten verletzen sie sich und andere dabei.

Paranoide Vorstellungen "Alle gucken mich komisch an", "rieche nur ich das Giftgas in der Luft?", "meine Frau hat Kameras im Schlafzimmer angebracht um mich zu überwachen",  "der Mann mit der braunen Jacke verfolgt mich schon eine Weile", "Meine Kollegen haben sich verschworen um mich aus dem Job zu ekeln", "jemand möchte mich töten", "in meiner Haut steckt ein Sender um meinen Standpunkt permanent zu ordnen", "aus den Lampen kommen Strahlen, deshalb darf ich mich nicht darunter stellen", "der Arzt denkt ich nehme die Medikamente aber das tu ich nicht, weil er mich ja dann damit kontrollieren kann. Er möchte nur meine Birne weich kochen damit niemand hört welche wichtigen Informationen ich über die Firma habe"

Dissoziative Symptome Gehört dieser Arm mir, dieses Bein, ist das meine Hand die da schreibt, warum sehe ich mich von oben, warum hört sich alles so fremd an, warum sehe ih nicht richtig, warum kann ich meine Beine nicht bewegen, lebe ich überhaupt? Wie komme ich hierhin, die Welt sieht so fremd aus, bin ich ein Tagträumer, wo ist meine verlorene Zeit?

 




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