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In meiner Familie nicht existent. Es haben so viele Probleme mit dem Essen, ihrem Gewicht und Aussehen, dass niemand es zugeben kann ohne sich selbst betrachten oder gar ändern zu müssen.

 In meiner Mutter hatte ich das perfekte Vorbild an Selbsthass und Selbstzerstörung. Die Ideen zum Abnehmen, zu den richtigen Abführmitteln, zum offenen und geheimem Leiden, zur Ablehnung von Weiblichkeit..... jetzt ist sie tot. Nicht am Verhungern gestorben, das hat sie seit ihrer Jugend gemacht. Sie start letzendlich an einer Tumorerkrankung gegen die ein untergewichtiger mangelernährter Körper wenig ausrichten kann. Mit unter 35kg ist eine Chemotherapie halt riskanter als bei anderen Menschen und weitere Tumore zu entfernen lohnt sich nicht, wenn die Wahrscheinlichkeit nichtmal die Narkose zu überleben so hoch ist. Meine Mama sagt sie habe gewonnen. Vielleicht verstehe ich das eines Tages.

Körpergewicht von min. 15% unterhalb des Normal- bzw. des in der Wachstumsphase zu erwartenden Gewichts.

Ich bin 180cm groß und hatte von 85lg auf 52kg abgenommen. Da ich stabil gebaut bin sah das schlecht aus und war unsgesund aber das konnte ich leider nicht erkennen. Was ich wollte war meine Mutter an Gewicht unterbieten aber das sie deutlich kleiner als ich was konnte ich da nicht bei bedenken.

Body-Mass-Index (BMI) bei oder unter 17,5

 Was weiß ich. Früher wusste ich das jeden Tag aber heute ist mir das sowas von egal geworden. Der BMI passt einfach nicht auf alle Körperbauformen.

Selbstherbeigeführte Gewichtsreduktion durch:
  - Eingeschränkte und extrem kontrollierte Nahrungsaufnahme

Erst Fatburner, dann nach 17 Uhr nichts mehr, vegetarisch schon lange vorher, dann mal vegan. 

     - Vermeidung hochkalorischer Speisen

 wenn es denn nur das wäre. Das dauernd Kalorien zählen, mit dem Taschenrechner einkaufen, Essen zubereiten und was man dann isst. Ekelhaft aber hauptsache wenig Kalorien. Tomaten, Gurken und Zitrone als Salat mit Himbeeressig und Tonnenweise Salz verfeinert^^ Oder halt nur bestimmte Sachen essen wie 1 Pizza am Tag, 4 Roggenbrötchen oder so. Oder die Kalorienzahl einfach begrenzen. Erst einfach wneiger al der Grundumsatz, dann vielleicht noch 300kcal am Tag bis man ganz anfängt zu fasten.


     - Übertriebene körperliche Aktivität (Hyperaktivität)

Vor der Berufsschule noch schnell schwimmen gehen, mit dem Rad zur Schule und zurück,  danach noch Inliner fahren oder lange Spazieren gehen. Und die Gymnastikübungen nicht vergessen.

     - Selbstinduziertes Erbrechen oder Mißbrauch von Abführmitteln

Erbrechen ist pfui für Magersüchtige. Die halten sich für was besseres, weil sie das eben nicht so oft müssen. Wer nichts isst kann nur Schaum kotzen^^ Abführmittel machend as mans ich schön leer fühlt. Die Krämpfe und Nächte auf dem Klo sind dabei Kackegal. Hauptsache man wiegt am nächsten Tag weniger und hat das Gefühl etwas gegen das Fett sein getan zu haben.


Ständiges Kreisen der Gedanken um Nahrung und Gewicht

Vorallem in Foren. Man muss sich mit Hilfe eines Twins vor dem Essen retten, davon abhalten und Tipps geben wie man verhungern kann. Dann gibt es mittlerweile ganze Ana Kochbücher wo der Renner dann Apfel mit Süßstoff und Zimt ist  oder sonstwelche komischen ekeligen Sachen. Es wird sich ständig darüber ausgetauscht wer wie dünn ist, wer was gegessen doe rnicht gegessen hat, wer welche Appetitzügler probiert hat und es werden ganze Wettbewerbe gestartet wer am schönsten leidet und am meisten Gewicht verliert. Irgendwie krank wenn man das von außen betrachtet.

Starke Angst vor Gewichtszunahme

 Das ist echt Horror. Mit dem Gewicht sinkt der Selbstwert.

Fehlen von Krankheitseinsicht 

Pro Ana wird als Lifestyle gewertet. Oder sogar als Weg zum Sterben. Ich habe die Pro Ana foren als hilfreich erlebt um Kontakte zu finden, nicht alleine zu sein, mich verstanden zu fühlen ... Ich habe Tipps bekommen und gegeben wie man das Hungern verheimlichen kann, was man zu sich nehmen kann um nicht dick zu werden, wie man nahezu kalorienfrei essen kann. Wir haben Fotos ausgetauscht wer und (th)inspiriert und warum. Es kamen auch die negativen seiten raus, das Sterben, die Kliniken, Zwangsernährung, Haarausfall, kaputte Zähne, Leistungsabfall, die Muskeln fressen sich selbst auf, nicht mehr berufsfähig, Freunde verloren, Kind verloren, und auch den Tod hat man mitbekommen. Aber die wenigsten konnte das davon abhalten wieter zu machen. Viele leben Jahre und Jahrzehnte lang "gut" mit ihrer Krankheit und finden Wege damit umzugehen. Das man dauernd gegen sich selber kämpft und nur verlieren kann sieht man ja nicht. Auch nicht wis hässlich man dadurch wird. Man kann bei dieser Krankheit super leben und sich selbst belügen. Man hat das Gefühl von Kontrolle über den Körper, man wiegt so viel man aushalten kann, hinterlässt kaum mehr Fußspuren im leben, ist meist leistungsstark an Uni oder im Beruf, ist sehr sportlich, weiß viel über Ernährung, ist fit am Pc, wird nicht so oft vergewaltigt ..... aber irgendetwa fehlt. Ach die Freude am Leben, der Lebenswille und Spaß. Aber das Salatblatt das man knabbert während man stolz schreiben kann, dass man wiedermal alle Verwandetn belogen hat "ich habe schon gegessen" - das macht das doch alles wieder gut, oder?

Meine Mutter ist ist an der Schwäche durch die Magersucht und den Krebs gestorben. Ihr Hirn hat sich seit sie 17 war nicht mehr weiter entwickelt. Mein twin fast in meine Armen gestorben als wir die Nacht Ecstasy, Koks und Ephedrin zu uns genommen haben als wir viel zu dünn waren. Ich habe meine Ausbildung fast nicht geschafft, konnte nicht mehr schlafen, war psychotisch und musste mich einweisen lassen. Der Preis ist mir zu hoch. Da habe ich lieber Normalgewicht.




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